aktion leben begleitet nach frühen Verlusten
„Frühe Verluste von Kindern sind ein trauriges und tiefwirkendes Ereignis im Leben von Eltern und Familien“, beschreibt Martina Kronthaler ein Erleben der Menschen in dieser Situation. Oft sagen die Eltern: „Es hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen.“ Neben Trauer reichen die Emotionen von Schuld, Scham bis zu Neid und auch Wut.
Wenn die Trauer nicht weichen will
Beratung ist unter anderem dann sehr hilfreich, wenn die Trauer nicht weichen will. „Sie bietet eine Ressource, um über das Erlebte zu sprechen, Gefühle einzuordnen und wieder handlungsfähig zu werden“, beschreibt Kronthaler das Angebot der Beratung. Themen dieser Gespräche seien etwa Unterschiede im Erleben des anderen Elternteils, der Verlust der Familienperspektive, Schuld- oder Versagensgefühle oder auch Ängste vor einer neuerlichen Schwangerschaft.
Schwangerschaftsverlust und Folgeschwangerschaft
„Stille Geburten bzw. Fehlgeburten werfen oft Schatten auf Folgeschwangerschaften und werden dann in der Beratung zum Thema“, erzählt Kronthaler. Die Erfahrung, dass eine Schwangerschaft nicht gut ausgehen muss, führe zu Unsicherheit und Angst. Es brauche oft länger, bis Frauen wieder vertrauen und das aktuelle Baby annehmen können. aktion leben österreich biete diesen Frauen besonders gerne die Methode der „Vorgeburtlichen Beziehungsförderung-Bindungsanalyse: „In die Zukunft sehen können wir nicht, aber wir können dabei unterstützen, sich dem aktuellen Baby zuzuwenden. In der Bindungsanalyse versuchen wir, das Band zwischen Mutter und Kind zu stärken – einen inneren Dialog zwischen ihnen anzuregen. Das tut den Müttern gut und den Kindern.“
Rechte nach einem Schwangerschaftsverlust
Schließlich informiere die Beratung auch über sozialrechtliche Themen, die mit einem frühen Schwangerschaftsverlust einhergehen: Wann muss die Frau nach einer frühen Geburt wieder arbeiten gehen? Kann bzw. muss sie das Baby bestatten lassen? Kann eine Frau nach einer Entbindung, bei der das Kind verstirbt, in Krankenstand gehen? Wann steht ihr Mutterschutz zu und anderes mehr.
Mehr Sensibilität für das Thema
„Wir sind froh, dass es inzwischen viel mehr Sensibilität für das Thema gibt. Die spiegelt sich in den aktuellen Sozialgesetzen wider, aber auch bei den Bestattungsregeln und den Angeboten in den Krankenhäusern“, schließt Kronthaler. Für Informationen steht aktion leben österreich gern zur Verfügung.
Die Beratung von aktion leben österreich ist kostenlos, telefonische Terminvereinbarung ist nötig. Mehr Infos unter www.aktionleben.at